Kamerakonzept

RatsTV.com filmt Sitzungen standardmäßig mit drei hochauflösenden PTZ (Pan-Tilt-Zoom) Kameras, also schwenkbare Kameras, die sich horizontal und vertikal verstellen lassen. In kleineren Sitzungssälen mit bis zu 25 Teilnehmern können in bestimmten Fällen auch zwei Kameras ausreichend sein.

Wie viele Kabel werden im Raum verlegt?

Alle Kameras sind PoE-fähig (Power over Ethernet) und nutzen für die Übertragung zum verarbeitenden System das NDI (Network Device Interface) Protokoll. Dies wird auch als das „Ein-Kabel-Prinzip“ bezeichnet, weil jede Kamera nur ein einziges Ethernet-Kabel für Stromversorgung, Steuerung und Bildübertragung benötigt. Dieses Prinzip gestaltet den Aufbau sehr einfach. Dieses Kamerasetup übersteigt den Standard vieler lokaler Anbieter, die oft nur eine schwenkbare Kamera einsetzen und sich ansonsten auf stationäre Kameras – in manchen Fällen sogar Camcorder – beschränken.

Sind die Teilnehmenden einer Sitzung klar im Stream erkennbar?

RatsTV.com zeigt in der Regel die sprechende Person in Nahaufnahme. Die von uns eingesetzten Kameras unterstützen Zoomstufen mit Brennweiten von mindestens 100 mm in Full-HD Qualität, so dass jede teilnehmende Person in der Regel einzeln und in Großaufnahme ins Bild genommen werden kann. Es werden lediglich ein oder zwei Kamerastellungen vorgesehen, die große Teile des Saals von hinten mit Blick auf das Podium zeigen. Diese kommen zum Einsatz, wenn die sprechende Person durch die verwendeten KI-Methoden nicht eindeutig identifiziert werden kann.

Warum werden nicht einfach ganze Bereiche im Saal gezeigt?

Die sprechenden Personen in Nahaufnahme zu zeigen hat für die Zuschauer den offensichtlichen Vorteil, den Austausch von Argumenten problemlos verfolgen zu können und hierbei auch die Person, die ihre Position vertritt, im Blick zu haben. Sie dienen aber auch dem Schutz der übrigen Teilnehmenden: Lokalpolitikerinnen und -politiker sind meist keine Medienprofis und einige fürchten, in unvorteilhafter Position ins Bild zu kommen, beispielsweise beim Überprüfen einer Textnachricht auf dem Smartphone, was ihnen dann als Desinteresse an der Veranstaltung ausgelegt werden könnte. Diese Gefahr wird weitestgehend ausgeräumt, wenn man sich darauf verlassen kann, dass wirklich die sprechende Person im Bild ist. Lediglich, wenn man sich direkt daneben, davor oder dahinter befindet, sollten sich Teilnehmende bewusst sein, dass sie eventuell teilweise mit im Bild sein könnten.