In Ausschreibungen für Livestreams wird häufig eine Beschreibung des Übertragungskonzepts verlangt. Dabei ist es am doch am praktischsten, wenn man es sich einfach mal anschauen kann. Die Bezirksvertretung Bonn-Beuel war so freundlich, aus einer ihrer Bezirksverordnetenversammlung Ausschnitte, die mit RatsTV.com automatisiert KI-gesteuert erstellt wurden, zur Veröffentlichung freizugeben – wofür wir uns ausdrücklich herzlich bedanken.
Alle wesentlichen Konzepte von RatsTV.com in weniger als 3 Minuten
Wie RatsTV.com arbeitet, wird bereits in einem knapp 3-minütigem Beispielvideo deutlich. Inhaltlich geht es darum, dass die Niederschriften zweier zurückliegender Versammlungen genehmigt werden sollen. Der Bezirksbürgermeister leitet diesen Tagesordnungspunkt ein. Ein Bezirksverordneter stellt hierzu eine Rückfrage, die von der zuständigen Verwaltungsmitarbeiterin beantwortet wird. Dann erfolgt auch schon die Überleitung zum nächsten Tagesordnungspunkt.
Diese kurze Sequenz reicht bereits aus, um wesentliche Konzepte von RatsTV.com zu Kamerasteuerung, Einblendungen und Schutz von Persönlichkeitsrechten zu erläutern.
- Die Namen der sprechenden Personen werden eingeblendet, sobald die Person im Bild ist. Hinzu kommen die Funktion und gegebenenfalls deren Fraktionszugehörigkeit.
- Aufgenommen wird im Saal mit 3 PTZ-Kameras, womit jede Person im Saal in Großbildaufnahme gezeigt werden kann. Sitzen die Teilnehmenden im Raum sehr eng zusammen und haben zusätzlich Namensschilder vor sich, wird der Ausschnitt in der Regel so gewählt, dass auch eine nebensitzende Person im Bild ist – wie hier im Falle des Fragenstellers.
- Der Kamerawechsel erfolgt softwaregesteuert und automatisiert. Durch den Namensaufruf und seine Stimme wird der Fragensteller durch das Aufnahmesystem erkannt, die Kamera wird eingerichtet, dann erfolgt die Umschaltung. Dies führt dazu, dass der Fragensteller bereits für einige Sekunden hörbar ist und erst dann ins Bild kommt (siehe hierzu auch den Beitrag J-Cut Sprecherwechsel)
- Direkt hinter dem Fragesteller befindet sich der Zuschauerraum. Um Zuschauer während der Übertragung unkenntlich zu machen, wird der Hintergrund hinter den beteiligten Bezirksverordneten verschwommen dargestellt.
- Als der Bezirksbürgermeister auf den Fragesteller eingeht, hat dieser noch eine minimale Ergänzung von weniger als zwei Sekunden. Hierfür wechselt die Kamera nicht mehr automatisch zurück.
- Die Verwaltungsmitarbeiterin, die die Frage beantwortet, wird durch dieselbe Kamera erfasst, wie der Bezirksbürgermeister. Als er ihr das Wort erteilt, Schwenkt daher die Kamera in einem angenehmen Tempo für den Betrachter.
- Alle diese Schritte erfolgen vollautomatisch ohne jeden Bedienereingriff. Lediglich für die Einblendung der Tagesordnungspunkte zu Beginn und Ende der Sequenz wird der Punkt der Tagesordnung, die zuvor über das Ratsinformationssystem eingelesen wurde, ausgewählt. Dieser Schritt kann auch auf in einer eigenen App erfolgen, die im Saal mit dem System verbunden ist und so durch eine Begleitperson im Saal durchgeführt werden.
Transkription hilft bei der Niederschrift – automatisierte Protokollierung kommt bald
Übrigens: In diesem Ausschnitt geht es ja um Niederschriften, die erst nach einem geraumen Zeitraum zur Verfügung gestellt werden konnten. Dies geht mit RatsTV.com deutlich schneller. Schon jetzt wird nach jeder Sitzung ein wortgenaues Transskript erstellt. Aus dem sich der Schriftführer oder die Schriftführerin bei der Erstellung des Protokolls bedienen kann. Aktuell arbeiten wir an einer KI-basiserten und automatisierten Erstellung der Sitzungsniederschrift, mit dem Ziel, dass diese der Schriftführung am Vormittag nach der Sitzung in editierbarer Form vorliegt.
So sieht es aus, wenn RatsTV.com eine angeregte Diskussion zeigt
Wer gerne noch einen längeren Eindruck über die Arbeitsweise von RatsTV.com gewinnen möchte, kann noch einen Blick in den zweiten Ausschnitt werfen. Hier geht es um die Einrichtung eines öffentlichen WCs – eine Diskussion, die in ähnlicher Form vermutlich in vielen anderen Gemeinden auch so zustande käme. Es gibt zahlreiche Wortbeiträge aus mehreren Fraktionen und hier kommen alle drei im Raum verteilten PTZ-Kameras zum Einsatz, so dass sämtliche Sprecher auch deutlich in Großaufnahme gezeigt werden.
