Das technische Equipment, das für das Streamen von politischen Sitzungen notwendig ist, ist durchaus überschaubar. Am bequemsten ist es natürlich, wenn das Material im Sitzungsraum verbleiben kann. Aber selbst wenn nicht, sind die Komponenten in weniger als einer Stunde aufbaubar und in der Regel knapp 15 Minuten wieder abbaubar, so dass das System grundsätzlich auch in wechselnden Räumen genutzt werden kann.
PTZ Kameras

Um alle Teilnehmenden an Ihren Sitzplätzen in Großaufnahme und frontal erfassen zu können, benötigen wir in den meisten Räumen drei PTZ Kameras mit hohem Zoomfaktor in guter Bildauflösung. Die Kameras werden dann häufig wie auf dem Bild positioniert: Eine filmt den Tisch mit den Sitzungsvorsitzenden, die beiden anderen in entgegengesetzter Richtung die Teilnehmenden im Raum. Selbstverständlich sind andere Anordnungen bei anderen Raumkonstellationen möglich.
Die PTZ Kameras werden über NDI (Network Device Interface) gesteuert. Dies hat den Vorteil, dass pro Kamera nur ein Ethernetkabel im Raum verlegt werden muss. Hierüber läuft gleichzeitig
- Die Stromversorgung der Kamera (über Power over Ethernet, PoE)
- Die Steuerung der Kamera-Ausrichtung (Drehung, Neigung und Zoom)
- Die Bildübertragung zum Schnittplatzrechner
Aktuell haben wir drei unterschiedliche Modelle im Einsatz:
- Panasonic AW-40: 4K Kamera mit einer optischen Brennweite von 4,1 – 99 mm, durch Zuschaltung eines digitalen Zooms lässt sich die Annäherung bei Full HD Qualität noch um den Faktor 2 steigern
- Sony SRG-X40UH: 4K Kamera mit einer optischen Brennweite von 4,4 – 88 mm, sowie Verdopplung des Zooms in Full HD Qualität.
- Birddog X1: Full HD Kamera mit einer optischen Brennweite von 5,5 bis 110 mm. Diese Kamera kann aufgrund der geringen Auflösung nur mit dem optischen Zoom verwendet werden, ist aber deutlich kostengünstiger als die beiden anderen Modelle und für kleinere Säale vollkommen ausreichend.
Die Gesamtkosten des Systems hängen vornehmlich davon ab, welches Kameramodell zum Einsatz kommt. Daher stimmen wir uns im Vorfeld hierüber immer mit unseren Kunden ab.
Steuerrechner/KI-Server
Auf einem zentralen Rechner laufen die notwendigen Prozesse zu Steuerung der Kameras mittels künstlicher Intelligenz. Hierfür arbeiten wir mit Methoden der
- Gesichtserkennung
- Spracherkennung
- Stimmenerkennung
Alle hierfür notwendigen Informationen werden auf dem Steuer-Rechner selbst gespeichert. Die KI greift also nicht auf das Internet zu und persönliche Daten gelangen nicht auf Server von externen KI-Unternehmen. Um die KI lokal anwenden zu können, ist der Steuerrechner mit einer besonders leistungsfähigen Graphikkarte ausgestattet und somit nicht vergleichbar mit einem üblichen Büro-PC oder Laptop, sondern eher mit einem sehr guten Gaming-Computer.
Der Steuerrechner ist trotzdem mit dem Internet verbunden, denn hier wird auch der Stream mit der Software OBSStudio erstellt und ausgespielt.
Auf diesem Steuerrechner richten wir uns auch einen Remote-Zugriff ein, so dass wir bei Problemen vor oder während der Sitzung jederzeit unterstützend eingreifen können und notfalls auch die Kameras fernsteuern können.
Audio-Adapter
Wir binden die bei den Kunden vorhandene Sprechanlage in unser System mit ein. Die meisten gängigen Konferenzsysteme stellen ihr Audio-Ausgangssignal über einen XLR oder einen Klinkenanschluss bereit. Diesen Ausgang verbinden wir mit einem Audio-Adapter, der das Tonsignal per USB an unseren Steuerrechner weitergibt.
Wenn es beim Kunden ein Audio-Mischpult gibt, was bereits über einen USB-Ausgang verfügt, dann kann das Signal auch direkt dort per USB-Kabel abgenommen werden und der Audio-Adapter wird hinfällig.
PoE-Switch
Herzstück der Verkabelung ist ein Power-over-Ethernet Switch. Mit diesem werden sowohl die Kameras als auch unser Steuerrechner verbunden. Weitere Signalquellen, die Kunden möglicherweise über eine HDMI Schnittstelle zur Verfügung stellen (wie beispielsweise ein Präsentationslaptop), werden ebenfalls über Ethernetadapter hiermit verbunden.















